Akkordkalender: B-Moll (H-Moll)

Frage nach der fehlenden Motivation für MusikunterrichtIm 11. Türchen unseres Akkordkalenders findet Ihr heute einen Akkord mit zwei verwirrenden Bezeichnungen: B-Moll oder H-Moll. Was ist denn nun richtig? Ich schreibe hier mal B und versuche, ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen…

Aber zunächst die wichtigsten Eigenschaften:

Töne: B D F# (Grundstellung)
1. Umkehrung:  D F#  B  / 2. Umkehrung: F#  B D
Gitarrengriffe:   x24432 / 799777
Tonleiter: B C# D E F# G A
Pentatonik: B D E F# A
Parallele Durtonart: D
Passende Akkorde: D Em F#m G A / F#7
Songs in Bm:  Hotel California – The Eagles / Wake Me Up – Avicii / Money – Pink Floyd

B oder H?

Im deutschsprachigen Raum sagen wir zu dem letzten Ton der C-Dur-Tonleiter „H“ und zu dem darunterliegendem Halbton „B“. Im Englischen sagt man „B“ und „B flat“, was deutlich logischer ist; bei der Grundtonleiter A-Moll wird das sehr deutlich:
A B C D E F G. Bei den ersten 7 Buchstaben unseres Alphabets, die für die Betitelung der Tonreihe zu Grunde gelegt wurden, kommt kein H vor. Im Mittelalter gab es wohl eine Reihe von Umständen, die dafür gesorgt haben, dass aus dem B ein H wurde. Inzwischen werden die meisten Noten jedoch mit internationaler Schreibweise veröffentlicht, sodass wir zwar ein B lesen, aber dazu immer noch H sagen. Einfacher wäre es natürlich, wir könnten zu H wieder B sagen und zu Bb einfach Bes (so wie bei D und Des).  Also Freunde: Wer würde sich an einer Online-Petition für eine musikalische „Rechtsprachreform“ beteiligen?…

Wenn Ihr noch mehr über B-Moll erfahren wollt, oder Ideen zur Lösung des Problems habt , kommt doch einfach mal vorbei…z.B. am 17.12.2015 ab 19:30 zum Vorweihnachts-Festival in der Musikschule Bandschmiede

Augenzwinkernde Grüße,
Peddy

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